Auf heißen Sohlen

 

img_9369-1

img_9349

img_9351

img_9364

img_9357

img_9345
Meine Inspiration Quelle: Ein Abdruck auf einem Teppich der augenscheinlich von einem Bügeleisen stammt

asiatischer Gaumenschmaus mit Tofu im Sesammantel

Hui. Was eine Überschrift. Hält aber definitiv was sie verspricht! 😉

Heute habe ich mal wieder die Initiative ergriffen und den Kochlöffel geschwungen.

Inspiriert hat mich dazu ein vietnamesisches Restaurant, indem wir an einem Abend während unseres Berlintrips gegessen hatten.
(Ich weiß leider nicht mehr wie der Laden heißt..)

Asiatisch kochen Tofu im Sesammantel kochen Rezept

Dort gab es unteranderem ein Gericht mit total leckerem Gemüse, einer ebenso leckeren Soße, Reis und  Tofu, das mit krossem Sesam ummantelt war. Alter Schwede..! War das lecker.

Und seitdem hatte ich mir geschworen genau das einmal nach zu kochen. (Oder zweimal. Oder dreimal.)
..Und weil das so lecker ist, möchte ich diese Köstlichkeit auch gerne mit euch teilen!

Schnappt euch einfach eine Tüte Sesamkörner, Tofuschnipsel oder einfach ein ganzes Tofustück, Mehl und Ei.

Wenn ihr Mehl und Ei vermengt ergibt sich irgendwann eine klebrige Pampe, worin ihr euer Tofu badet. Dann holt ihr euch einen Teller, verteilt Sesam dadrauf und wälzt euer Sojaschnipsel darin. Wenn es nun mit den Körnern bestückt ist, könnt ihr es in eine Pfanne mit großzügig viel heißem Öl reinlegen. Wenn es von unten goldbraun ist, könnt ihr es wenden.

Et voila! Oder besser...完了!
Et voila! Oder besser…完了!

Mit Sojasoße und/oder süßer Chillisoße… Ein Traum! ❤

Als Beilage sind  Reis oder asiatische Nudeln perfekt und das Gemüse, das bei diesem Gericht nicht fehlen darf könnt ihr natürlich variieren! Ich hab ganz einfach eine asiatische Gemüsemischung aus der Tiefkühltruhe verwendet, in der Pfanne angedünstet und mit Kokosmilch, Ingwerstückchen und Currypulver gewürzt.

Asiatisch kochen Tofu im Sesammantel kochen Rezept

Edit: Das hier ist übrigens jetzt mein 100er Beitrag!

Ok- ich geb’s ja zu.. Ich bin ein Foodografie-Täter.

Es ist…. wie eine Seuche. Weit verbreitet.
Und die Zahl der Opfer wächst täglich.
Nun, ich muss gestehen, dass auch ich dieser Sucht ausgeliefert bin. Ein Müsli, das heute mit besonders viel Liebe angerichtet ist? *Klick.
Heute mal selbst was gekocht? *Klick.
‚Die Fotos kann man doch bestimmt noch in einen Blogbeitrag verpacken!‘
Hm… Klar.
Es endet doch jedes Mal so, dass die Speicherkarte dann vollgestopft ist mit dem selbst gebackenen Kuchen oder der Tomatensuppe auf die man so stolz ist.
..Denn, dass wir hier nicht von einem *Klick reden, sollte klar sein. ^^
Besonders ärgerlich dürfe dieser Tick allerdings für unsere Mitmenschen sein, liebe Foodografen.
Da hat man mal einen Kuchen gebacken, der warme verführerische Duft steigt bis unter den Dachboden und allen läuft das Wasser im Mund zusammen, aber- Madame muss den Moment ja noch festhalten. Also; Kamera gezückt und losgeknipst. Genervte Blicke von allen Seiten. Ein ungeduldiges „Boa, wann bist du endlich fertig“ vom kleinen Bruder und ein „Jaja, warte, nur noch ein Foto“ Meinerseits. Hm… Klar. Ein Foto.
Wenn das gute Stück dann endlich zum Verzehr freigegeben ist geht das Shooting aber natürlich weiter. Erste Reaktionen auf das Gebäck müssen aufgezeichnet werden. Der Kuchen wird angeschnitten!! *Klick. Wie sieht der wohl von innen aus? *Klick. Oh! Interessant…. *Klick. Mit der Gabel wird in ein Stück in Richtung Mund befördert. *Klick. Wird das Gesicht verzogen? Ein Skeptischer Blick? Puh. Ein Zufriedenes Lächeln. *Klick.
Jetzt muss ich aber auch mal probieren. Mmh.. Schmeckt gut. Die Kamera wird fürs erste zur Seite gelegt.
Übrig bleibt der leere Teller. *Klick. Und der nun nicht mehr vollständige Kuchen. *Klick.
Fotosession vorbei. Fürs erste…

Aber warum das alles? Warum fotografieren wir unser Essen eigentlich? Warum lassen wir unsere Mitmenschen an unseren Energielieferanten teilhaben? (Zumindest viral)

Rühreimuffins machen Instagram Rezept

Es ist quasi eine stille Botschaft die schreit: „Ha, schau mal! Ich hab da was leckeres zu Essen. Und du nicht.“
Aber die Leute gucken sich diese Bilder gerne an. Meine Wenigkeit miteingeschlossen.
Es ist in gewisser Weise eine Kunst an sich, durch ein nett angerichtetes Essen und ein paar vorteilhaft inszenierten Bildern in seinem Gegenüber Appetit und vielleicht sogar ein wenig Futterneid hervorzurufen. (Auf dieses Essen müsst ihr allerdings überhaupt nicht neidisch sein, denn das was ihr hier seht ist  ein gescheiterter Versuch ein Insta-Rezept nach zu machen. „Rühreimuffins“. Ich rate euch: Versucht es einfach nicht. Schmeckt überhaupt nicht.)

Rühreimuffins machen Instagram Rezept

Rühreimuffins machen Instagram Rezept

Mein Fotowettbewerbs-Beitrag und wie ich zu der Idee meiner Bilderserie kam

Die 5 Wettbewerbsbilder:

rasenbohren
rasenbohren
herumlungern
herumlungern
ferngesteuert
ferngesteuert
sauer-nichtlustig
sauer-nichtlustig
rhabarberchaosrhabarber
rhabarberchaosrhabarber

 

Eines Tages – es war ein Freitag Vormittag in der 4ten Schulstunde – lief ich durch den Keller unserer Schule, um zu unserem Kunstraum zu gelangen. Dabei  warf ich einen Blick auf die Glaskästen, die dort an der Wand hängen, in der Hoffnung, dort irgendwelche neuen ausgestellten Kunstsachen zu finden.

Dort fiel mir ein Zettel auf, der zur „offenen Deutschen Jugendfotomeisterschaft“ 2016 des DVF aufrief. Das Thema des diesjährigen Wettbewerbs: „Draußen vor der Tür“.

Da ich mich zu dem Zeitpunkt immer mehr für Fotografie begeistert habe (siehe Blog), hat mich natürlich sofort die Lust gepackt, da mitzumachen.

Anfänglich schlägt man sich dann erstmal mit einigen Fragen herum: Was soll ich fotografieren? In welche Richtung soll meine Bilderreihe gehen? Schwarz-weiß? Und: wo soll ich denn überhaupt fotografieren …?

Auch bei mir hat es erstmal einige Wochen gedauert, bis ich meiner Foto-Idee dann in gewisser Weise über den Weg gelaufen bin.

Ich saß mit meinem Papa im Auto, als wir an einem der vielen Vorgärten in unserer Nachbarschaft vorbeifuhren, indem ein kleiner Junge mit einem Mörtelrührer an einer Bohrmaschine Rasen „mähte“. „Hast du das gesehen?“ – aber mein Papa hatte schon gestoppt.

Wir fragten den Jungen dann, ob ich ihn fotografieren dürfte – und ich durfte. Irgendwie war es mir erstmal unangenehm, einen wildfremden jüngeren Jungen zu fotografieren und als dann noch sein Vater dazu kam, wurde es irgendwie noch absurder … Die beiden taten so als wäre es das normalste der Welt, dass ein Mädchen und ein Mann in ihrem Vorgarten stehen und Fotos machen. Das fand ich eine total merkwürdige und komische Erfahrung. Bei allem Ernst, die diese Szene zwischen dem ganzen Müll und Durcheinander bot, war’s auch irgendwie lustig.

Und so entstand dann die Idee, skurrile Momente aus meiner Umgebung einzufangen.

Ihr könnt die Ergebnisse des Wettbewerbs finden unter DVF-Jugendfotowettbewerb 2016 ! Ich wurde dann auch von einer lieben Redakteurin von der Zeitschrift „PHOTOGRAPHIE“ angeschrieben und nun findet ihr auch in der neusten Ausgabe einen Artikel über die Fotos und mich! 🙂

 

Mein Text für den Wettbewerb

Wenn man eine Reportage fotografieren möchte, dann braucht man das richtige Thema, etwas Zeit, und einen Ort. Und welcher Ort eignet sich für eine Reportage besser, als „Draußen vor der Tür“? Oder noch besser: „Draußen vor meiner Tür“?

So bin ich also über Wochen hinweg durch meinen Heimatort gewandert, die Kamera immer dabei, und habe versucht, meinen Blick für interessante und skurrile Begebenheiten zu schärfen.

Man neigt dazu zu denken, dass merkwürdige Momente nicht in unmittelbarer Nähe passieren, aber sie passieren! Um diese Momente als solche zu erkennen, und sie auch einzufangen, brauchte ich zuerst viel Überwindung.

Für mich, die schon fast mit sich ringen muss, jemanden nach der Uhrzeit zu fragen, hat es anfangs sehr viel Mut gefordert fremde Leute anzusprechen und sie zu fragen, ob ich ein paar Fotos von ihnen machen könne.

Aber mit der Zeit fiel es mir deutlich leichter, da mir die netten Gespräche mit meinen „Modellen“ sehr viel Selbstvertrauen gegeben haben.

Ein- wie ich finde- weiterer, sehr interessanter Aspekt, dass fast alle Leute, die ich vor die Linse bekommen habe, angefangen haben zu „Posen“ und versuchten, trotz ihrer merkwürdigen Umgebung oder ihrer unpassenden Kleidung gut vor der Kamera auszusehen.

Den ersten Moment vor dem Posen abzufangen, um einen unverfälschten Eindruck der Protagonisten zu gewinnen, habe ich für mein Fotoprojekt als sehr wichtig empfunden.

So entstanden für mich teils komisch- eigenartige Portraits aus meiner unmittelbaren Umgebung.

Warum mäht ein Junge mit einer Bohrmaschine den Rasen?

Warum steht eine Frau mit einem Riesenrhabarber vor einem Zelteingang mit Chaos rundherum?

Oder wieso steuert der coole Opa das kleine Rennauto und nicht der Junge, der auf dem Bild irgendwie verunsichert wirkt…?

Alles Details, die man auf den ersten Blick vielleicht gar nicht wahrnimmt, sondern erst bei der zweiten oder dritten Betrachtung.

Komisch. Ganz im Ernst.

Camilla