Ok- ich geb’s ja zu.. Ich bin ein Foodografie-Täter.

Es ist…. wie eine Seuche. Weit verbreitet.
Und die Zahl der Opfer wächst täglich.
Nun, ich muss gestehen, dass auch ich dieser Sucht ausgeliefert bin. Ein Müsli, das heute mit besonders viel Liebe angerichtet ist? *Klick.
Heute mal selbst was gekocht? *Klick.
‚Die Fotos kann man doch bestimmt noch in einen Blogbeitrag verpacken!‘
Hm… Klar.
Es endet doch jedes Mal so, dass die Speicherkarte dann vollgestopft ist mit dem selbst gebackenen Kuchen oder der Tomatensuppe auf die man so stolz ist.
..Denn, dass wir hier nicht von einem *Klick reden, sollte klar sein. ^^
Besonders ärgerlich dürfe dieser Tick allerdings für unsere Mitmenschen sein, liebe Foodografen.
Da hat man mal einen Kuchen gebacken, der warme verführerische Duft steigt bis unter den Dachboden und allen läuft das Wasser im Mund zusammen, aber- Madame muss den Moment ja noch festhalten. Also; Kamera gezückt und losgeknipst. Genervte Blicke von allen Seiten. Ein ungeduldiges „Boa, wann bist du endlich fertig“ vom kleinen Bruder und ein „Jaja, warte, nur noch ein Foto“ Meinerseits. Hm… Klar. Ein Foto.
Wenn das gute Stück dann endlich zum Verzehr freigegeben ist geht das Shooting aber natürlich weiter. Erste Reaktionen auf das Gebäck müssen aufgezeichnet werden. Der Kuchen wird angeschnitten!! *Klick. Wie sieht der wohl von innen aus? *Klick. Oh! Interessant…. *Klick. Mit der Gabel wird in ein Stück in Richtung Mund befördert. *Klick. Wird das Gesicht verzogen? Ein Skeptischer Blick? Puh. Ein Zufriedenes Lächeln. *Klick.
Jetzt muss ich aber auch mal probieren. Mmh.. Schmeckt gut. Die Kamera wird fürs erste zur Seite gelegt.
Übrig bleibt der leere Teller. *Klick. Und der nun nicht mehr vollständige Kuchen. *Klick.
Fotosession vorbei. Fürs erste…

Aber warum das alles? Warum fotografieren wir unser Essen eigentlich? Warum lassen wir unsere Mitmenschen an unseren Energielieferanten teilhaben? (Zumindest viral)

Rühreimuffins machen Instagram Rezept

Es ist quasi eine stille Botschaft die schreit: „Ha, schau mal! Ich hab da was leckeres zu Essen. Und du nicht.“
Aber die Leute gucken sich diese Bilder gerne an. Meine Wenigkeit miteingeschlossen.
Es ist in gewisser Weise eine Kunst an sich, durch ein nett angerichtetes Essen und ein paar vorteilhaft inszenierten Bildern in seinem Gegenüber Appetit und vielleicht sogar ein wenig Futterneid hervorzurufen. (Auf dieses Essen müsst ihr allerdings überhaupt nicht neidisch sein, denn das was ihr hier seht ist  ein gescheiterter Versuch ein Insta-Rezept nach zu machen. „Rühreimuffins“. Ich rate euch: Versucht es einfach nicht. Schmeckt überhaupt nicht.)

Rühreimuffins machen Instagram Rezept

Rühreimuffins machen Instagram Rezept

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