„Was ich noch sagen wollte“ eine Geschichte in Bildern

So lautete das Fotowettbewerbs-Thema für dieses Jahr. Und wie im letzten Jahr auch, entschied ich mich dieses Mal teilzunehmen.

Das spannendste an diesen Wettbewerben ist es meiner Meinung nach, aus einem Thema/Satz/Zitat (…) eine Idee ausreifen zu lassen. Und da das diesjährige, sowie das Thema des letzten Jahres, eine Menge Freiraum ließen, war eine große Sparte an Möglichkeiten geboten.

Bilder sprechen. Wenn man sich darauf einlässt, auch ganze Geschichten. 

Dabei ist immer die Sicht und die Interpretation des Betrachters gefragt. Wer sich auf ein Bild einlässt und Details genau inspiziert, dem wird sich dessen Aussage in ganz eigener Weise erschließen. (Alles andere wäre doch auch langweilig, oder?)

Meiner Meinung nach sollte ein Bild  – ein einziges – ausreichen, um eine Geschichte zu erzählen.

Die erste Frage, die sich mir stellte, war: ‚Was sollen deine Bilder erzählen?‘ Ich fragte Freunde von mir, ob ich sie fotografieren dürfe. Ich wollte sie in ihren unterschiedlichen Lebenssituationen und Befindlichkeiten portraitieren.

Ich wählte Locations aus, die momentan zu ihrer jetzigen Lebenssituation passten. Und wie bei meiner Teilnahme am letzten Foto-Wettbewerb auch, war die erste Frage, die meine ‚Foto-Modelle‘ stellten: ‚Wie soll ich gucken?‘. (‚Wie du meinst‘, war meine Antwort darauf.)

Die Foto-Sessions beanspruchten oftmals ganze Nachmittage. Während dieser Zeit gab ich als Fotografin meinen Freunden nur vereinzelt Anweisungen. Die fünf ausgewählten Bilder sind für mich „Zwischenmomente“. Momente, in denen sich diese Menschen natürlich und der Situation, dem Umfeld und der Hintergrundgeschichte entsprechend verhalten. Ungeschönt.

Und der Prozess, eben genau diese Bilder aus hunderten herauszufiltern, war fast meine schwerste Aufgabe als Fotografin. Bilder, die mir wirklich gefielen, wurden von mir aus der engeren Auswahl genommen. Das tat teilweise wirklich weh. Aber es waren Fotos, die meines Erachtens einfach nicht die authentische Ausstrahlung besaßen.

Meine Freunde, die ich fotografierte, ließen mich sehr nah an sich heran, was ich sehr wertschätze. Gestik, Mimik, Gegenstände, die sie bei sich tragen, genauso wie ihre Kleidung sind Teil ihrer Persönlichkeit. Durch die Nähe, die ich während des Fotografierens zu ihnen aufbaute, offenbarten sie ein Stück ihrer Geschichte. Diese Geschichte habe ich versucht einzufangen.

Sie erzählen ihre Geschichte. Das, was sie noch sagen wollten.

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..Der Wettbewerb, das Fotografieren, das Texten, der Ideen-Prozess- das Alles hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, weswegen ich mich umso mehr freue, Sieger in meiner Altersgruppe und 2. Gesamtsieger zu sein!

Die Bilder der Konkurrenten und den Bericht der Jury, könnt ihr euch auf der Seite des DFV  anschauen.

 

 

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5 Gedanken zu “„Was ich noch sagen wollte“ eine Geschichte in Bildern

  1. Oh, herzlichen Glückwunsch! Schon wieder gewonnen, ich bin echt beeindruckt. Aber deine Bilder gefallen mir auch super gut, sie sind so natürlich. Fake haben wir ja schon genug. Und deine Fotos machen neugierig. Ich mag es, wenn ich mir bei Kunst meine eigenen Gedanken machen kann. Wenn ich künstlerisch rumspielen kann, sozusagen. 😉

    Ich hoffe, du hattest (oder hast noch) schöne Ferien. Bei uns hat die Schule wieder begonnen, sind irgendwie immer zu kurz die Ferien. ;(
    Wünsche dir noch eine schöne Woche!
    LG Charli

    1. Ich bedanke mich für deine lieben Worte und entschuldige mich im gleichen Zug für meine späte Antwort. Authentizität (was ein Wort alter. Ohne Autokorrektur wär ich aufgeschmissen) war in meinen Augen sehr wichtig für diese Art Projekt.

      liebe Grüße zurück!
      Camilla

  2. Und das Aussprechen erstmal, ich wandele dann meine Sätze immer um, damit ich authentisch sagen kann. Das geht leichter, hihi…
    Im Übrigen meinte ich „künstlerisch rumspinnen“ und nicht „rumspielen“, wo wir wieder bei der Autokorrektur wären. Künstlerisch rumspielen, klingt eher so, als ob man mich nicht in die Nähe der Kunstwerke lassen sollte. 🙂

    LG Charli

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